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Stadtbad B. * Indoor Pool B.

ger24 Das Stadtbad wurde von 1928-1930 als Teil eines größeren Gebäudekomplexes erbaut. Vom Bad abgesehen gab es einen Verwaltungsbau und eine Sporthalle. Eine ebenfalls geplante Schule wurde aufgrund der Weltwirtschaftskrise nicht mehr realisiert.

Gemäß dem damals modernen Bauhaus-Stil wurde das Bad aus roten Ziegelsteinen gemauert. Im Innern ist es farbenfroh gestaltet, der Eingangsbereich ist in Brauntönen gehalten, die Schwimmhalle mit ihren großen Fenstern leuchtet in gelb und türkis. Der Bereich der therapeutischen Bäder ist ebenfalls mit türkisen Streifen verziert. Dort sorgen Oberlichter für angenehmes Licht.

Im Jahre 2000 wurde das Bad stillgelegt und danach noch einige Zeit für Ausstellungen genutzt. Aus dieser Zeit stammt auch das Geländer rund um das große Schwimmbecken, das eingebaut wurde um Abstürze zu verhindern.

Während die anderen Gebäudeteile des Ensembles inzwischen restauriert und neuen Nutzungen zugeführt wurden, bleibt das Bad auch weiterhin ungenutzt. Ein Umbau in eine Wohnanlage ist in Planung. Der Verfall ist in einigen Bereichen inzwischen deutlich zu sehen. Ein Treppenhaus musste sogar wegen Einsturzgefahr abgestützt werden, und der Heizungskeller ist gut einen halben Meter überflutet. Auch gingen hier einige Zeit Vandalen und Metalldiebe ein und aus, bis die Verwaltung reagierte und das Gebäude sehr wirkungsvoll sicherte, auch wurde ein Hausmeisterservice damit beauftragt, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Seitdem ist Ruhe eingekehrt.

An dieser Stelle herzlichen Dank an meine gute Freundin Y., die die richtigen Kontakte zur richtigen Zeit aktivierte und uns damit den ungestörten, legalen Besuch ermöglichte 🙂

Besucht: Juni 2017

uk24 The pool was built between 1928 and 1930 as part of a larger building complex. Next to the pool building, there’s an office building and a sports hall. A school was also planned, but not built due to the rising world economic crisis of these years.

According to the Bauhaus style, the pool was masoned using red bricks. Inside, there’s a really colorful design. The entrance was designed in brownish colors, the pool hall boasts yellow and turquoise. The therapeutic bath wing also shows turquoise lining, and roof windows let the sun in.

In 2000, the pool was shutdown. After that, it was used for some exhibitions. This was also the cause for the construction of a guardrail around the empty pool, so visitors would not fall down there.

While the other parts of the ensemble have been renovated and are in new use again, the pool still sits vacant. There are some plans of converting it into an apartment building. The advancing decay is obvious. One of the staircases had to be braced with wood beams to avoid collapsing. The boiler room in the basement is flooded 2 feet deep. Also, there were vandals and metal thieves going in and out. Meanwhile, the building has been sealed and put under surveillance by the city council.

I want to thank my good friend Y. who made this legal visit possible 🙂

Visited: June 2017

Ste Spe, Jennifer Berger, Patricia Schuster, Dave Ryan, Stefan Zaum, Andrea Onnouw, Marcel Maggi Maginno, Katharine Ty, Thorsten Schwindt, Martin Eberhard gefällt dieser Artikel

Ballroom Blitz * Ballhaus Gruenau

ger24 Ballroom Blitz – es gibt verlassene Gebäude, wo es regelrecht weh tut, wenn man sieht, wie sie langsam zerfallen, und das Ende nicht mehr fern ist. Das geschichtsträchtige Ballhaus Grünau in Berlin ist eine solche Location. Ballroom Blitz * Ballhaus Gruenau weiterlesen

Kris Tina, Patricia Schuster, Andrea Onnouw, Dave Ryan, Tom Khate, Andrea Bienert, Andreas Danner, Mona Moraht gefällt dieser Artikel

Alarmstufe Rot * Red Alert

ger24  Ein warmer, sonniger Frühsommertag im Mai 2016. Das Urbexmobil kommt auf steinigem Untergrund in einem Waldweg zum Stehen. Nachdem das Team die Ausrüstung geschultert hat, kommt das GPS zum Einsatz – denn von hier sind es mehrere Kilometer Fußmarsch durch dichten Wald, auf der Suche nach einer ganz besonderen militärischen Location. Alarmstufe Rot * Red Alert weiterlesen

Cri Ssi, Marc Heckner, Patricia Schuster, Alexander Birkner, Olivier Gerrymanders, Mathias Kasper, Alex Gergen, Olaf Hasterok, Konrad Earl Grey Funke, Daria Berlin gefällt dieser Artikel

* Field Station Teufelsberg *

ger24 Der Teufelsberg ist die zweithöchste Erhebung im Stadtgebiet Berlins. Er besteht aus aufgeschütteten Trümmern der im 2. Weltkrieg durch den alliierten Bombenterror zerstörten Stadt. In den 1950er Jahren baute die US-amerikanische Besatzungsmacht dort zunächst eine mobile Funkstation zur Flugüberwachung. * Field Station Teufelsberg * weiterlesen

Rob Black, Mona Moraht, Andrea Onnouw, Ilja Osthoff, Ann-Christin Kasper, Jörg Schmidt, Alexander Birkner, Jan Bommes, Ado Recktenwald, Carl Frieder Cerfdeer gefällt dieser Artikel

Heilanstalten Hohenlychen * Hohenlychen Sanatorium

ger24  Wohl jeder kennt die Beelitzer Heilstätten. Beelitz ist vielleicht der bekannteste Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint, aber längst nicht der einzige im Osten Deutschlands. Die hier vorgestellten Heilanstalten Hohenlychen sind zwar kleiner und weniger bekannt, aber trotzdem ein eine sehr interessante Location mit fotografischen Highlights. Heilanstalten Hohenlychen * Hohenlychen Sanatorium weiterlesen

Mathias Kasper, Vicky Uebach, Andrea Onnouw, Patrick Becker, Daria Berlin gefällt dieser Artikel

Chocolate Church

ger24  Irgendwann im Jahre des Herrn 2013 liefen mir im Netz zum ersten Mal Fotos der „Chocolate Church“ über den Weg. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir offengesagt garnicht bewusst, dass es in Deutschland überhaupt verlassene Kirchen in solch ruinösem Zustand gibt (ok, mittlerweile bin ich ne ganze Ecke schlauer, was das Thema angeht 😉 ). Chocolate Church weiterlesen

Al Kane, Michael Hilgers, Andrea Onnouw, Sabrina Fenique-Helfen, Ramm Marram, Meral Kurnaz, Jerry Lewis gefällt dieser Artikel

Red Church

ger24 Im Osten Deutschlands steht die verlassene „Red Church“. Fährt man an ihr vorbei, sieht auf den ersten flüchtigen Blick alles ganz normal aus. Bis man nach oben schaut und feststellt: da ist garkein Dach mehr drauf, nur noch Trümmerfangnetze…  Red Church weiterlesen

Jan Bommes, Ramm Marram, Bettina Vieweg, Tom Khate gefällt dieser Artikel

Overlook Hotel * Casino Royale

ger24  Heute möchte ich euch eine Location vorstellen, die schon jetzt zu meinen Highlights des Jahres gehört – trotz (oder gerade wegen) ihres erbarmungswürdigen Zustandes, der aber bei der Erkundung für eine unvergleichliche Atmosphäre sorgt. Overlook Hotel * Casino Royale weiterlesen

Matthias Heinz, Patrick Becker, Maria Amore, Branke Beukeleers, Marie Sweet, Ado Recktenwald, Anne Lie, Becky Baugh, Sylvain Marien, Bianca Sobby, Tom Khate, Carmen Manderscheid gefällt dieser Artikel

Die Schlackebahn * The Slag Tunnel

ger24 Ein unauffälliger Park mitten in einer deutschen Großstadt. Menschen spazieren mit ihren Hunden herum und genießen die relative Ruhe inmitten der geschäftigen Stadt. Nur den wenigsten wird auffallen, dass knapp unter der Grasnarbe die Überreste von Fundamenten erkennbar sind. Vermutlich interessiert es sie auch nicht. Mich hingegen schon – oder besser: das was unter den Fundamenten liegt, interessiert mich 😉 Die Schlackebahn * The Slag Tunnel weiterlesen

Francois Bayeux, Sylvain Marien, Yvi Kuhbach, Tom Khate, Ann-Christin Kasper gefällt dieser Artikel

Lokschuppen * Roundhouses

ger24 Ein brütend heißer, strahlend sonniger Frühsommertag im Jahre des Herrn 2015. Zum dritten mal bin ich mit einigen Freunden im Osten Deutschlands unterwegs. Für den heutigen Tag haben wir uns einige Locations in unserer schönen Reichs Bundeshauptstadt ausgesucht. Schon am Vormittag hat man das Gefühl, die Klimaanlage des Mietwagens schafft es nicht mehr, gegen den Sommer anzukämpfen. Nach der Mittagspause ist der Ringlokschuppen (respektive das Bahnbetriebsgelände) P. unser zweites Ziel für den Tag.

Am Ziel angekommen haben wir das Gefühl, wirklich mal wieder ein wenig echte „Entdeckungsreise“ zu betreiben. Das Gelände ist extrem verwuchert, hinter jeder Ecke irgendein verlassenes Gebäude. Eine abgebrannte Garage, in der das Wrack eines 8-Zylinder BMW steht.

Wir spüren schnell, wir sind hier nicht alleine. Es sind Sprayer unterwegs, Fassadenkletterer, Kiffer. Aber alles nette, friedliche Menschen, die die Ruhe dieser kleinen verlassenen Insel inmitten der lärmenden Großstadt auf ihre Weise genießen. Eine ganz klassische Version von „Leben und Leben lassen“.

Die beiden Lokschuppen sind natürlich die Highlights. Architektonische Raritäten, von denen es nur noch eine Handvoll in Deutschland gibt, und die sträflicherweise hier sich selber überlassen werden, bis sie irgendwann zusammenstürzen.

Es gibt eine Rotunde, einen kreisförmigen Schuppen mit innenliegender Drehscheibe, und einen halbrunden Ringlokschuppen mit freiliegender Drehscheibe. Die Scheibe in der Rotunde ist mit einer provisorischen hölzernen Bühne überbaut, 1998 fand hier ein Konzert der „Fantastischen Vier“ statt. Alles Geschichte. Heute klaffen metergroße Löcher im Dach und es ist so ziemlich alles zerschlagen und besprayt was geht. Die freiliegende Drehscheibe des Ringschuppens ist mit Handkurbeln noch immer beweglich, wie uns die jugendlichen Rumtreiber demonstrieren.

Das angrenzende, dreistöckige Verwaltungsgebäude ist durch Vandalismus und Brandstiftung ebenso ein Totalschaden, aber auch immer noch interessant anzuschauen.

Etwas ausgelaugt durch die Hitze verlassen wir die Location und machen uns auf den Weg zum Teufelsberg… 🙂

Besucht: Juni 2015

uk24 A scorching, sunny early summer day, anno domini 2015. I am on my third East-Germany exploring tour with friends. Today, we have selected some locations in our beautiful imperial federal capital. Already in the morning, it feels as if the air condition of the rental car is going to fail. Right after lunch break, we arrive at the former railway property, our second target for the day.

For the first time in the past months, I feel like a real explorer – the whole area is densely overgrown, behind each corner there’s another building. A burnt-out garage containing the wreck of a 8-cylinder BMW.

We find out quickly that we are not alone here. There are sprayers, climbers and potheads. But everyone is friendly and enjoys the tranquility on this small island amidst the noisy metropolis. The classic version of „live and let live“.

The both roundhouses are the highlights ofcourse. Architectural gems, there are only a handfull left of them in Germany, and all of them are left to rot away.

One of them is a so-called rotunda, a circular shed with a central rotating platform, the other is a half-round shed with a rotating platform outdoors. The platform inside the rotunda has been covered with a temporary wooden stage. In 1998, the German hiphop band „Die Fantastischen Vier“ gave a concert here. But that’s all history. Today, there are large holes in the roof. Everything has been stolen, destroyed and smeared over with graffiti. The outdoor platform of the second shed is still movable with cranks, as the young prowlers show us.

The bystanding, 3-story administration building is completely destroyed by vandalism and arson. Nevertheless, it’s interesting to explore.

Exploited by the heat of the day, we leave the compound and head for the Teufelsberg 🙂

Visited: June 2015

Urban Explorers - Piła, Bettina Vieweg, Branke Beukeleers, Ann-Christin Kasper, Raphael Jackdaniels, Tom Khate gefällt dieser Artikel